Und so verlor Charlie seine Niere:

Wir sind zwar jetzt verheiratet, aber das heißt ja nicht, dass wir miteinander reden müssen!

Des heutigen Morgens war es so weit: Ich stand auf. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich die letzte Nacht nicht besonders geschlafen habe. Die Gedanken gingen von Subsurface Scattering hin zu einem leuchtenden e in einer e-bensolchen Funktion. Buchstabenwitz. Haha!

Es regnete. Ziemlich stark sogar. Ich hielt das ja nicht für ein besonders gutes Omen, jedoch war ich um kurz vor acht schon auf den Beinen. Nachdem ich mir den morgendlichen Kaffee genehmigt hatte, war ich auch wieder in der Lage, irgendwie zu denken. Relativ früh machte ich mich dann auf den Weg zur FH, um mein Kolloquium (für alle, die nicht wissen, was das ist: Die Verteidigung meiner Abschlussarbeit, also eine dreißigminütige Präsentation und anschließend noch etwa 20-30 Minuten Fragen stellen lassen (ich weiß nicht genau, wie lang es tatsächlich war)) hinter mich zu bringen.

Dass ich für meinen reservierten Raum keinen Schlüssel bekommen konnte, weil keiner existierte, war das nächste schlechte Omen. Hm. Irgendwie komisch. Jedenfalls konnte man mich grundsätzlich mit Fug und Recht als eine Art nervöses Wrack bezeichnen. Naja, ganz so schlimm wars vielleicht nicht, aber ich sehnte schon die Beginn-Uhrzeit herbei: 11 Uhr. So gegen 10:50 Uhr trafen dann auch meine ersten mitstreitenden (also in der Zuhörerschaft sitzenden) Kommilitonen ein, die mir Beistand zu leisten gelobten. Auch die Herren Professoren, besser bekannt unter der Bezeichnung “Prüfer”, trafen rechtzeitig ein und so begann der Spaß um 10:58 Uhr.

Dann wars irgendwann vorbei. 1,0. Sowohl in der Arbeit als auch im Kolloquium. Jetzt bin ich der Herr R. Herr BScCS Thorsten R. Ich freu mich schon, wenn in etwa zwei Jahren aus dem B ein M wird. Aber auch so ist es schon ganz schön!

Sicher mag die Überschrift dieses Posts den ein oder anderen Nerd im Lande – und mein Blog wird ja bekanntlich von 95% aller Nerds gelesen – aufschrecken, aber der Unispiegel spricht es aus:

Paar im Boot: Für die Nerds heute leider kein Sex

Man berichtet also darüber, dass Nerds erst später sexuell aktiv werden. Interessant wird es aber ab dieser Stelle:

Dabei kam heraus, dass Schüler mit einem IQ über 100 und unter 70 deutlich seltener Sex haben als Schüler mit einem IQ dazwischen.

Genau an dem Punkt begann ich persönlich mich zu fragen, woran man jetzt erkennt, ob man ein Trottel oder ein Genie ist, wenn man noch keinen Sex hatte. Genial wie ich bin habe ich auch eine Lösung gefunden: Wird man durch diese Fragestellung in eine Sinnkrise gestürzt, so ist man ein Genie. Allerdings widerspricht sich das, denn dann ist die Frage beantwortet und man müsste auch nicht mehr in einer Sinnkrise sein – Pech gehabt, so genial bin ich wohl doch nicht.

Jetzt beginne ich, ernsthaft an mir zu zweifeln…aber es kommt noch besser:

Der Anteil der Jungfrauen bei den Kunststudentinnen in Wellesley: genau null Prozent. In Biologie dagegen waren es 72, in Biochemie und Mathematik sogar 83 Prozent. Ähnlich fiel das Ergebnis am MIT aus – 20 Prozent Verkehrs-Vermeider in den Geisteswissenschaften, aber 73 Prozent in Biologie.

Da fällt mir nur ein: Es lebe das Klischee ;)

Ein Ansporn für Tyler Cowen zu eigenen Spekulationen: Er hält es zum Beispiel für denkbar, dass intelligentere Menschen auf der Highschool, an Elite-Colleges oder mit anspruchsvollen Hauptfächern ihr erstes Mal vertagen, weil sie später sozusagen eine umso höhere Belohnung erwarten. Und um einen passenden Sexualpartner zu finden, müsse man viel Zeit und Energie investieren, die dann für intellektuelle Ziele fehle.

Ich wusste es schon immer! Geisteswissenschaften sind eben im Gegensatz zu dem, was ihr Name vermuten lässt, geistig gar nicht fordernd und deswegen kann man seine Zeit eben mit anderen Dingen verbringen. Tja, das ist wohl der endgültige Beweis dafür, dass alle Geisteswissenschaftler vertrottelte Opfer der Satyriasis und Nymphomanie sind ;)

Wirklich ein toller Artikel, hat mir viel Spaß gemacht.

Ich find’ Pandabären lustiger als Dildos.

Verwendungszweck bleibt ungenannt ;)

Aus aktuellem Anlass beschließe ich die Wiedereinführung der Traum-Kategorie. Der erste Eintrag erfolgt jetzt – ist allerdings nicht mehr so richtig detailliert. Aber ein paar wichtige Dinge weiß ich noch.

Es ist irgendeine merkwürdige Veranstaltung an der FH. Der Saal ist groß. Vorne ist eine Bühne. Ein Rednerpult. Es spricht jemand. Ich weiß auch, wer es ist. Über dem Rednerpult ist ein Wohnhaus. Es ist das Wohnhaus des Redners. Links führt ein geheimer Pfad zu diesem Haus. Keiner weiß davon, obwohl jeder ihn sehen kann. Gehirnwäsche, anyone?

Das Haus wird von Hunden bewacht. Fiese Hunde. Blutrünstige Hunde. Sehen auch irgendwie mutiert aus, die Teile. Ein wenig erinnern sie mich an die Geräte aus Resident Evil. Da gab’s doch sowas, wenn ich mich nicht irre, oder?

Der Weg zu den Reihen, in denen man sich hinsetzen kann, oben auf der Empore, ist merkwürdig. Er führt durch wirklich enge Gänge, der Aufbau des Gebäudes wirkt eher wie der irgendeines amateurhaft zusammengeschusterten Gemäuers als alles andere. Treppengeländer gibt es wohl auch nicht. Sieht teilweise ziemlich gefährlich aus, der ganze Spaß.

Irgendwie wollen wir in das Haus. Ich zumindest. Das erste mal führt mich irgendwer den geheimen Weg entlang. Keine Ahnung wer. Jedenfalls erzählt er mir, der Weg sei ungesichert. Stimmt auch. Kein Alarm, kein gar nichts. Wir gehen dann auch wieder zurück. Danach führe ich das ganze mit jemand anderem durch. Auf allen Vieren krabbeln wir nach vorne, verstecken uns hinter einem Felsen. Die Hunde bemerken uns. Sie kommen. Wir hauen schnell ab. Ich glaube, der andere wird gefressen.

Einige Minuten später sagt irgendwer, dass er uns jetzt den Mageninhalt der Hunde präsentieren würde. Scheint die Tiere wohl getötet zu haben. Jedenfalls zeigt er uns etwas, was aussieht, wie eine zu lang geratene Ikea-Papierlampe, allerdings in rot und mit Inhalt. Ikea-Papierlampen-Mägen sind bestimmt empfindlich, nicht nur bei scharfem Essen.

Dann wollen wir noch den Tod einer Person feiern, die eigentlich noch lebt. Um mit der Feier beginnen zu können, warten wir auf jemanden, der allerdings schon lange tot ist. Rollentausch.

Und das hat mich an dem Traum definitiv am meisten verwirrt.

Der gute Herr S. informierte mich über das wundervolle, schon etwas ältere SIGGRAPH-Paper “A Morphable Model for the Synthesis of 3D Faces” aus dem Jahre 1999. Ich bin definitiv sehr beeindruckt. Beeindruckend ist auch das folgende Video, welches dazugehört:

Ich erhielt zwei Mails in Kopie:

[...] hiermit bestätige ich, dass Herr Thorsten R. [...] aus meiner Sicht seine Abschlussarbeit (BSc CS) bestanden hat und somit zum abschließenden Kolloquium zugelassen werden kann [...]

[...] hiermit stimme ich als Zweitprüfer den Ausführungen [...] zur Abschlussarbeit von Herrn R. zu.

:)

Nicht gerade scharf, aber doch sehr heiß: Gestern wurde abgegeben :)
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